Der Klostergarten der Propstei Zella ist ein stiller Ort, an dem Geschichte, Wissen und Natur eine spürbare Einheit bilden. Er folgt der Tradition alter Klostergärten, in denen Heil- und Gewürzpflanzen nicht nur für die Medizin, sondern auch für Küche und Wohlbefinden kultiviert wurden. Die Anlage ist nach historischen Vorbildern gestaltet. Auf beschrifteten Beeten erfahren Besucherinnen und Besucher mehr über Herkunft, Wirkung und Anwendung der Pflanzen. In unmittelbarer Nachbarschaft liegt die Streuobstwiese, deren Blüten Bienen und Insekten anziehen und so den Garten mit Leben füllen. Der Klostergarten der Propstei/Zella zeigt eindrucksvoll, wie altes Wissen und moderne Nachhaltigkeit miteinander verwurzelt sind. Kräuterführungen vertiefen das Wissen um die Pflanzen und ihre Bedeutung. Im Biosphären-Infozentrum können Führungen durch den Kräutergarten angefragt werden. In der Rhön gibt es darüber hinaus mehrere Anbieter von Kräuterführungen, z.B. zertifizierte Natur- und Landschaftsführer. Zwischen Apfelduft und Kunst Das ehemalige Klosterareal der Probstei Zella beherbergt heute das Biosphären-Infozentrum mit Ausstellungsräumen zum UNESCO Biosphärenreservat Rhön. Es ist ein Ort mit Dreiklang: Er verbindet Barockarchitektur, Klostergarten und eine weitläufige Streuobstwiese zu einem harmonischen Naturraum. Holzskulpturen regionaler Künstler vor der Propstei bilden die Brücke zum Schnitzerdorf Empfertshausen ganz in der Nähe. Die Früchte von Streuobstwiesen dienen bis heute als Grundlage für regionale Produkte, von Säften bis zu feinen Bränden. Wer die Streuobstwiese besucht, begegnet einem Stück gelebter Kulturlandschaft, das zeigt, wie eng Mensch und Natur miteinander verbunden sind.